von AirlieBeach nach ChartersTowers it is not so far ;)

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Als wir in Airlie Beach ankamen, fühlten wir uns wie in Thailand.

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Unser Hotel war direkt am Strand von der Marina, an dem unwahrscheinlich viele Boote lagen, die sich im Wind sanft bewegten. Schwenkte man den Blick nach links, sah man am anderen Ufer einen mit Nadelbäumen bewachsenen Berg, der sich hoch in den Himmel mit den weissen Schäfchenwolken erstreckte.

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Von hier aus führte ein walkingtrack von ca 5 km direkt an der Küste ins Stadtzentrum. Anfangs lief man über einen riesigen Holzsteg direkt an den Segelbooten entlang, kam über das am strandgelegene Freibad näher zum Stadtkern, bis man am Ende am Mainbeach mit schneeweissem Sand angekommen war.

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In Airlie Beach tobte echt das Leben! Die Innenstadt ist klein, gemütlich, voll mit Kneipen, Bars und Restaurants und natürlich an jeder Ecke Bookingbüros für alle möglichen Touren zu den Whitsunday Islands. Viele junge stylische Backpacker aus der ganzen Welt tümmeln sich in Hostels und auf den Caravanplätzen und hier ist auch bis spät in die Nacht hinein gut was los.
Fährt man etwas raus aus der Stadt, kann man wunderschöne ruhige Ecken am Strand finden, die hochgewachsenen Palmen und der weisse Sandstrand lassen einen ebenso denken, dass man sich in der Karibik befindet.

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Während Stefan sich um eine Tauchtour zu den Whitsunday Islands kümmerte, lief ich den 5 km langen walkingtrack, chillte am Strand und kümmerte mich vor Ort mal wieder um einen Job. Hier sah es für mich aber schlecht aus, da Airlie Beach keine grosse Landwirtschaft besitzt und eher Jobs im Kneipengeschehen und Tourismusgeschäft anbietet, dem ich aber nicht nachgehen wollte. Also setzte ich mich mit meinen Laptop an den Mainbeach und suchte im Netz mal wieder nach Farmjobs in der Umgebung.

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Stefan buchte am nächsten Tag über PeterPans eine  zweitägige Katarmarransegeltour ins Innerriff und zu den WhitsundayIslands, über die er im nächsten Blog berichten wird. Ich wollte an Land bleiben, um mich weiter um eine Farmarbeit zu kümmern.
Fernziel war für mich Tully in der Nähe von Cairns, denn hier gab es massig Bananenplantagen und Bananen sind nicht saisonbedingt, wie die meisten anderen Früchte, und müssen das ganze Jahr geerntet werden. Von vielen anderen hatte ich bisher auch schon erfahren, dass Bananenernten zwar hart, aber auch sehr gut bezahlt sei. Hier sollte es doch wohl Arbeit für mich geben. In Tully gab es zwei Möglichkeiten der Unterkunft, einmal das BananaBarracks, ein Hostel, und einen Caravanparkplatz, beide sollten laut Internet Arbeit vermitteln.

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Ich rief bei beiden an und erkundigte mich wie gehabt nach einem freien Bett und nach Arbeit. Das BananaBarracks war komplett ausgebucht und hatte wohl massig Arbeit zu vergeben, allerdings nur mit Buchung eines Zimmers, der Caravanplatz hatte freie Unterkunftsplätze, allerdings keine Arbeit zu vergeben…. Beide sagten mir, ich solle in ein bis zwei Wochen mal wieder anrufen. Um mich abzusichern, rief Stefan auch nochmal bei beiden an, um wirklich genau die gleiche Antwort zu erhalten.
Ich durchsuchte das Internet nach möglichen freien Stellen, rief etliche Telefonnummern an und hatte letztendlich wieder keinen Erfolg. So langsam kam auch der Frust und die Überlegung, ob es vielleicht doch besser gewesen wäre in Bundaburg einzuchecken.

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Stefans Schiff verliess gegen halb elf den Hafen und somit waren Django und ich auf uns alleine gestellt, sturmfreie Bude quasi 😉

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Mein erstes Ziel war es ein australisches Bankkonto zu eröffnen, auf dem mein, hoffentlich baldiger, Arbeitgeber meinen Verdienst überweisen kann. Ich entschied mich für die NAB, dei der ist nämlich das erste Jahr die Kontoführungsgebühr gratis und man kann an mehreren Fremdautomaten kostenfrei Geld abheben. Eigentlich ist es relativ unumständlich in Australien ein Konto zu errichten, da ich aber schon länger als sechs Wochen hier war, musste ich als Identitätsüberprüfung, zusätzlich zum Reisepass , meinen Führerschein vorzeigen. Da ich nicht länger in AirlieBeach bleiben wollte, musste ich eine Adresse angeben, zu der die Bankkarte geschickt werden sollte und mein australisches Bankkonto war eröffnet.
Mein nächstes Ziel war eine Arbeitsvermittlungsbehörde in AirlieBeach, die aber nur qualifizierte Kräfte vermittelte. Die nette Dame gab mir den Tipp, mich mal in Bowen nach Arbeit umzuschauen, denn dort gäbe es eine grosse Landwirtschaft. Ich malte mir nicht viele Chanchen aus, denn Ayr war die nächst grössere Stadt nach Bowen und auch dort hatte ich schon etliche Hostels auf der Auche nach Arbeit abtelefoniert.
Ich machte mich trotzdem auf den Weg dorthin, denn die Stadt war nur 50km von AirlieBeach entfernt.

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Bowen wird auch als Mangostadt bezeichnet, denn hier wird die tropische Frucht hauptsächlich angepflanzt, geerntet und weiterverarbeitet. Laut Ernteregister der Harvestzentrale sollte auch Erntezeit sein. Mangos sollen genauso wie Bananen gutes Geld bringen, jedoch auch tückisch sein, weil viele nach einer bestimmten Zeit eine Mangoallergie bekommen.
Bevor man in Bowen reinkommt, findet man diese riesige Mango an der Touristeninformation. Ich erkundigte mich hier bereits schon nach der derzeitigen Arbeitsmarktsituation und wurde wieder enttäuscht, denn durch den fehlenden Regen war die Ernte relativ schlecht ausgefallen und die meisten Magos schon geerntet.
Als ich im Bowen Backpackers ankam war das Hostel nicht besetzt und ich musste mit der Eigentümerin telefonieren. Diese war wie immer unwahrscheinlich freundlich und hilfsbereit, sagte mir, dass ihr Hostel momentan voll ist und sie noch fünf Leute auf der Liste hätte, die keine Arbeit haben, somit hätte ich mindestens wieder eine Woche auf Arbeit warten müssen. Auch sie bestätigte, dass aufgrund der diesjährigen Wetterbedingungen viele Saaten und Anpflanzungen kaputt gegangen seien und die Ernte dementsprechend schlecht ausfällt.

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Da bereits Sonnenuntergang war, beschloss ich vor dem Hostel zu nächtigen, denn dieses war direkt an der Strandpromenade. Meine Suche nach Arbeit beendete ich aber noch nicht und rief auch nochmal bei der Harvestinformation an.
„You´re looking for a work? Do you have a car?“
„Yes, i have a car“
„Marelyn Hedges needs some more people at her berries farm. I give you the number so you can call her. The Blue Peterfarm is in Charters Towers, it´s not so far from you. “
WOW, das war bisher der einzige Erfolgstreffer gewesen und das fühlte sich verdammt gut an. Ich rief Marelyn sofort an, diese war aber nicht zu erreichen und ich sprach ihr auf den Anrufbeantworter, dass ich Arbeit suchen würde und sie sich bitte bei mir melden sollte. Ich musste nicht sehr lange warten und dann tat sie das auch.
Die Stimme am anderen Ende der Leitung klang sehr kraftlos und müde und ich stellte mir sofort eine alte überarbeitete Oma vor. Sie erklärte mir, dass ich nicht pro Stunde bezahlt werden würde, sondern pro gepackten 5kg Karton. Diesen würde sie mit 1,30 Dollar vergüten. Ich entgegnete, dass es mir schwer fällt, einzuschätzen, wieviel man am Tag schaffen könnte und sie meinte, gute Leute schaffen 80- 120 Kartons am Tag, heute hatte sie eine neue, die hat am ersten Tag nur 23 Kartons geschafft. Es sei eine schwere Arbeit und sie suche eigentlich Arbeiter für die komplette Berrensaison, aber wenn ich bis September bleiben würde, wäre das super. Wir beendeten das Telefonat damit, dass ich mich bei ihr melden würde.

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Charters Towers war von Bowen 280 km entfernt und ich entschied mich, die Strecke zu fahren, mir einen Überblick über die Arbeit zu verschaffen und dann zu schauen, ob es sich rechnen würde oder nicht. Also rief ich Marelyn wieder an, sagte ihr, ich würde morgen kommen, um mir die Arbeit anzuschauen und machte mich direkt auf den Weg.
Die Fahrt war sehr erschwerlich, es war bereits dunkel, am Strassenrand lagen überall tote Kängeruhs, man konnte aufgrund von ständigen Ampeln nicht schnell fahren und mein Tank wurde immer leerer und leerer.
Ich fand bloss gut noch eine Tankstelle und schaffte es in der Nacht nur bis nach Townsville an die Stadtgrenze, wo ich Django parkte und sehr schnell einschlief, um am nächsten Tag meine weitere einstündige Autofahrt fortzusetzen.

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Ich fuhr nun das erste Mal von der Küste ins Inland und die Aussicht der Umgebung kam dem Outback immer näher. Auf meinem Arbeitsweg traf ich noch auf etliche tote Kängeruhs und sogar auf eine gruppe lebender, die aber als ich ausstieg, um ein Foto zu schiessen davon hoppelten. Kurz bevor ich an der Farm ankam, versperrte mir dieser Bulle hier den Weg, ganz nach dem Motto, der Stärkere gewinnt.

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Ich parkte Django vor dem Tor der BluePeterfarm und Marelyn kam mir ganz nach meinen Vorstellungen von gestrigen telefonat schon entgegen gehumpelt. Sie hiess mich willkommen und dann ging es direkt in den Stall, an dem die Trauben verpackt worden. Im Stall waren noch sieben Mädchen und ein Junge beschäftigt. Marelyn schrie furchtbar, als wir den Stall betraten, weil sie sich furchtbar drüber ärgerte, da zwei von den Mädchen rumalberten. An der Reaktion der beiden sah man schon, dass sie das wohl öfter tat, man dem aber wohl keine grosse Beachtung schenkte. Wie vermutet, wirkte Marelyn sehr überarbeitet und gestresst. Sie vergass mich irgendwie auch, liess mich im Raum stehen und beschäftigte sich erstmal mit anderen sachen. Durch Blicken von den anderen wusste ich, dass ich erstmal warten sollte. Marelyn kramte also ein paar Sachen für mich zusammen und bereitete einen Arbeitsplatz vor. An dem befanden sich eine grosse Kiste mit Trauben, eine Abfallschale, ein Karton, in den die Trauben gepackt worden, eine Waage und eine Traubenschere. Sie nahm eine Traube aus der Kiste und zeigte mir, was an der Traube alles entfernt werden müsste. Es waren matschige , braune und grüne Beeren, Stöcker, die sich in der Traube verwachsen und die Traube im Ganzen sollte eine schöne Form haben. Dann wurde die fertig bearbeitete Traube in den Pappkarton gelegt, bis dieser 5,02 – 5,10 kg auf der Waage zeigte, wurde mit zwei Fähnchen ausgeschildert und dann aufs Laufband ins Lager gefahren. In einer Stunde schaftte ich mit Marelyn gerade mal zwei Kartons, weil sie mir viele Handgriffe zeigte und meine beschnittenen Früchte immer wieder korrigierte und unwahrscheinlich viel wegschnitt.

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Dann war Frühstückspause und sie fragte mich, wie ich mich denn entschieden hätte. Da ich mit Stefan noch nicht gesprochen hatte und ich mir noch nicht wirklich ein Bild über meine Leistung machen konnte und am liebsten noch ein paar Stunden gearbeitet hätte, meinte ich, ich müsste mich auf jeden Fall mit meinem Freund absprechen. Sie sagte, ich solle mich nach der 20 minütigen Pause entscheiden.
In der Pause sprach ich mit den Mädels, liess mir das Zimmer und die Sanitäranlagen zeigen und fühlte mich vom ganzen eigentlich echt wohl. Das Zimmer bestand aus zwei Doppelstockbetten und einem einzelnen Bett, von dem nur eins belegt war. Die meisten schliefen in ihren Campern auf dem Hof. Die meisten von den Mädchen waren schon einige Monate dort und schafften in der Woche ihre 600 bis 800 Dollar, es käme auch auf die Qualität der Trauben an, es gab mal gute, mal schlechte. Marelyn sei immer so, man solle es nicht so ernst nehmen, wenn sie schreit, tief im Inneren sei sie eine liebe alte verrückte Dame.

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In der Frühstückspause kamen auch ein paar Jungs von dem Feld und die ganze Gruppe wirkte sehr harmonisch und chillig. Auf dem riesigem Gelände gab es ca vier Hunde, etliche Hühner und Truthähne und sogar ein Pferd.
Als ich nach der Pause wieder anfangen wollte zu arbeiten, schmiss mich Marelyn raus, sie hätte keine Zeit dafür, mir den ganzen Tag auf die Finger zu gucken. Wenn ich mich entschieden habe, sollte ich ihr Bescheid geben. Also verliess ich nach 1 1/2 die … von AirlieBeach entfernte Farm wieder, um mich wieder auf den Weg zurück zu machen, um Stefan am morgigen Tag vom Schiff abzuholen.

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Um nicht den gleichen Weg wieder zurück zu fahren, fuhr ich diesmal quer durchs Landesinnere über Ravenswood und Ayr.
Ravenswood ist ein uriges Dörfchen, dass scheinbar nur aus Inzucht besteht. Die meisten Einheimischen, die ich da antraf, hatten seltsam verschobene Gesichter und man konnte schlecht feststellen, ob es Mann oder Frau war. Das Dorf ansich bestand aus einem alten Goldmienenmuseeum am Eingang, einer Windmühle, einem Hotel und einer Kirche. Alles war sehr weit auseinander gezogen und wirkte irgendwie unheimlich. Aus Ravenswood raus war es gar nicht so einfach die richtige Strasse zu finden, denn Netz und Navigation hatte ich hier schon lange nicht mehr, Beschilderungen in Australien sind auch oft schwer zu deuten und die Strassen waren eher Ackerwege.

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Ich fand die richtige Strasse dann aber doch und gleich am Ende des Dorfes gab es diesen tollen Aussichtspunkt. Hier hätte sich Stefan mit seiner Kamera sicher ein paar Stunden aufhalten können.

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Die Strassen wurden hier auch nicht merklich besser und ich fuhr teilweise durch ganze Kuhherden. Das eine Mal wurde ich komplett von ihnen umzingelt, bevor sie mich weiter passieren liessen. Ich hielt mich hier unwahrscheinlich lange auf, da die ganze Umgebung unwahrscheinlich beruhigend wirkte.

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Als ich mich Ayr näherte, wurde es wieder etwas landchaftlicher und die rote Erde und die trockenen Flächen verwandelten sich in saftige riesige Felder.

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Es war schon dunkel, als ich Bowen erreichte und so beschloss ich die zweite Nacht hier zu verbringen, um am nächsten Morgen die restliche Strecke zu fahren.
Der Sonnenaufgang am Strand war wieder wunderschön anzusehen und nachdem ich diesen noch eine Weile genossen hatte, machte ich mich auf den Weg zurück nach AirlieBeach, um Stefan von der Tauchtour abzuholen.

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AgnesWater, die letzte Chanche auf eine Welle

Nachdem wir beide wirklich froh waren, die letzte Nacht heil überstanden zu haben, machten wir uns, nachdem wir unser Motoröl aufgefüllt hatten, auf den Weg nach Agnes Water. Das Dörfchen besteht eigentlich nur aus einer grossen Strasse, einer Tankstelle, einem Strandabschnitt, einem Surfladen, einem Bookingbüro für Touren und der Halbinsel 1770. Die beiden Dörfchen wurden zusammengelegt und werden heute als Town of 1770 bezeichnet.
Vor Bundaburg war es schon sehr landschaftlich, aber danach ging das *Outbackfeeling* richtig los. Die Erde wurde trockener und auch die Farbe änderte sich in ein leichtes ockerrot und die Vegetation wurde immer spärlicher.

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Wir entschieden uns noch einen Abstecher an einen river zu machen. Hier sollten viele kleine Seen sein und wir wollten, bevor wir uns ins Krokodilgebiet begeben, auf jeden Fall nochmal angeln. Der Touristdrive war echt beeindruckend, denn Wasser gab es hier keins mehr, dafür stark ausgetrocknete Flächen und eine Weitsicht auf Berge, so wie wir es uns im Outback vorstellten. Wir fuhren die Strecke bis zum Ende, weil man nochmal auf das Meer treffen sollte, wir kamen hier allerdings auch nicht bis ans Ufer, so dass das Angeln quasi ins Wasser fiel.

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Auf dem Rückweg hielten wir an einem „Farmsale-stand“ am Strassenrand, kauften echt günstig Obst und Gemüse und probierten den australischen custard apple. Man halbiert ihn mit einem Messer und kann ihn dann am Kern in zwei Teile brechen. Das Fleisch ist sehr weich und saftig, so ein bisschen wie eine weiche Litchi. Der Geschmack ist sehr süss und kommt wohl auch einer Litchi am nähesten.
Wir erreichten Agnes Water abends und fuhren über den Captain Cook Drive direkt auf die Halbinsel. Die Umgebung war hier richtig dunkel, denn es standen nirgends Laternen. Wir parkten Django am äussersten Zipfel auf einem grossen Parkplatz, von dem einige walkingtracks abgingen. Wir liefen sie aber nicht, sondern schlugen unser Nachtlager auf und erlebten wieder einen spektakulären Sternenhimmel.

Stefan: Wir hatten ja schon öfters spektakuläre Sterenhimmel gesehen, aber dieser hat mich total umgehauen. Es waren perfekte Bedingungen, keine Stadt in der nähe, die Licht abgeben könnte und keine Wolken. Es war das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte den Sternenhimmel wirklich anfassen zu können. Ich konnte die Halbkugel in der die Sterne sich bewegen zum ersten Mal wirklich wahrnehmen. Ich blieb bis morgens um 4 wach um die Milchstraße zu timelapsen. Das Ergebnis ist sehr eindrucksvoll und ist in einem kurzem Ausschnit hier zu sehen: „Australia Timelapse Preview 2„.

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Am nächsten Morgen standen wir pünktlich zum Sonnenaufgang auf und dieser war grossartig. Wir hatten uns in der Nacht zufälliger Weise einen traumhaften looking-point ausgesucht, an dem man weit aufs Meer hinaus gucken konnte (whale-watching) und der eine wunderschöne Bucht hatte. Über Stock und Stein liefen wir zwischen Palmen mit verschlafenen Augen zum Meer hinunter, alberten mit meiner neuen Cam herrum (sie besitzt ein Klappdisplay, so dass man gut Selbstporträts aufnehmen kann), stellten die GoPro und Canon zum Bilder aufnehmen auf und genossen einfach diese wunderschöne Szenerie.

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Da wir relativ zeitig unterwegs waren, hatte der Surfleihladen noch nicht geöffnet und wir holten uns beim Bäcker nebenan Brötchen und wollten erstmal Frühstück machen. Wir fuhren wieder zur 1770 und parkten diesmal an einer Bootsanlegerbucht, wo wir dann frühstückten. Auch hier war es einfach traumhaft, die Sonne schien, der Himmel war voll mit weissen Schäfchenwolken und am Ufer standen Mangroven.

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Wir zahlten für zwei Surfbretter und zwei Wetsuites für den ganzen Tag 50 Dollar, was im Vergleich zu Surfers Paradise oder auch zu Noosa sehr günstig war. Für zwei Stunden mit einem Surflehrer hätte man hier sogar nur 19 Dollar gezahlt. Die beiden Boards waren leider etwas kleiner und schmaler als die Bretter auf denen wir in Noosa geübt hatten, sie waren also nicht wirklich für absolute Anfänger geeigenet. Außerdem gab es für Stefan nur einen langen Wetsuite und keinen Shorty. Mit den Brettern und Wetsuites im Auto ging  es zum Mainbeach, an dem uns der nette Herr von der Beachpolice (in Deutschland würden wir wohl Bademeister sagen) den richtigen Spot am Strand zeigte, wo wir surfen sollten. Die Beachpolice sind selber Surfer und haben auf ihrem Baywatch Strandbuggy auch immer ein Surfboard liegen, mit dem sie bei Bedarf den in Not gekommenen Surfern helfen können. Die Jungs machen ihren Job echt gerne und mit Leidenschaft, was man in Australien auch wirklich keine Ausnahme ist.

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Das Wasser war hier deutlich anders als in Noosa, das Ufer war relativ lange flach und die Wellen waren stark und ruppig. Da sie sich im flachen Wasser schon überschlugen und schäumten, mussten wir ins tiefe Wasser schwimmen. Also Position auf dem Brett einnehmen, rückwärts gucken, das Meer beobachten, eine geeignete Welle aussuchen, zehnmal paddeln und rauf auf die Welle. Unmöglich. Ich probierte es ein paarmal, traf aber wohl den richtigen Zeitpunkt zum Aufstehen nicht und ging in der Welle unter. Es war auch unwahrscheinlich schwierig sich überhaupt auf dem Board zu halten, die kleineren Bretter waren total unstabil und hatten auch eine viel glattere Oberfläche, als die vom Surfkurs. Ich liess mich einfach nur auf dem Board im Wasser treiben und ging dann nach einer halben Stunde wieder an Land.
Stefan erging es ähnlich. Eine geeignete Welle zu finden die man surfen wollte/konnte dauerte lange an und wenn man dann eine hatte, war der Zeitpunkt relativ schmal, um aufstehen zu können, da die Welle sehr schnell kippte. Er hatte aber mehr Ausdauer als ich und schaffte es ein paar Wellen zu surfen, leider nur kurz, da man durch das flache Uferstück schnell wieder abspringen musste, um mit den Finnen nicht im Sand stecken zu bleiben oder das Brett zu beschädigen.

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Als ich an unserem Liegeplatz ankam, hatte sich ein Pärchen neben uns niedergelassen. Es waren auch Deutsche und ich versuchte ein bisschen smaltalk mit ihnen. Wir kamen dann auch ins Gespräch und tauschten Tipps, Tricks und must-see´s aus eigenen Erfahrungen aus. Susi und Hannes kamen aus München und hatten ihre Reise in Cairns angefangen und wollten nach Brisbane, wir hatten ihre Tour noch vor uns, somit gab es viel zu erzählen.  Der Tag ging dadurch auch ohne surfen relativ schnell um. Hannes hatte richtig Spass an den Wellen und konnte viele auch super reiten. Stefan und ich gingen noch mit Schnorchelbrillen und der Gopro ins Wasser und alberten einfach ein bisschen rum.

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Auf dem Rückweg spülten wir unsere Bretter und uns noch an den öffentlichen Duschen ab und Stefan vergass seine Ray Ben Sonnenbrille dort. Wir merkten es erst, als wir vier am Auto waren und er lief sofort zurück. Dort sprach er noch einen Mann an, ob der seine Brille gesehen hätte, weil sie natürlich nicht mehr dort war. Kein Erfolg und es waren wirklich keine fünf Minuten. Wir brachten unsere Surfsachen zurück uns standen auch noch lange vor dem Laden und talkten weiter über unsere Urlaubserlebnisse. Auf einmal hielt der Typ an, den Stefan wegen der verlorenen Sonnenbrille ansprochen hatte und gab ihm seine eigene, da er wohl etliche davon hätte. Es war zwar keine RayBen, sah der aber wirklich sehr ähnlich. Wir scherzten, dass er sich wohl die Ray Ben eingesteckt hatte und wegen dem schlechten Gewissen, die eigene abgab, waren aber dankbar, dass Stefan überhaupt wieder eine Sonnenbrille hatte. Susi und ich tauschten Nummern und verabredeten uns zu viert für abends in einer Kneipe auf ein Bier. Wir fuhren wieder an unseren Schlafplatz von gestern Nacht und hier war nun richtig was los. Der Sonnenuntergang sah von hier oben wunderschön aus, Stefan stellte seine Camera zum timelapesen auf und ich kochte Kartoffeln, Fisch und Dillsauce. Nach dem Essen entzog es uns alle Kräfte, so dass wir unser Date mit den Münchener leider absagten.
Auch in dieser Nacht gab es wieder eine tolle Sicht auf den australischen Sternenhimmel.

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Da uns das surfen auch beim zweiten Versuch nicht so geflasht hatte, beschlossen wir keinen weiteren Versuch zu wagen und unsere Zeit lieber in „Kilometer schruppen“  zu investieren und unser nächstes Ziel hiess Airlie Beach.

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Neben den Fotos mache ich hier natürlich auch eine Menge Timelapse Szenen. Mittlerweile sind das ca. 1,5 Terrabyte an Daten. Hier eine kleine Preview mit nur ganz kurzen Ausschnitten von dem was ich hier die letzten Wochen aufgenommen habe.

Viel Spaß dabei 🙂

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Bundaburg, australisch auch liebevoll Bundy genannt

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Meine Überlegungen Geld in eine neue Kamera zu stecken dauerten lange an. Dadurch dass ich meistens Stefan seine alte Cam nutzen konnte, war es mir ja immer noch möglich Fotos zu schiessen. Aber es fiel mir natürlich in vielen Situationen schwer nicht meine eigene Cam zu haben oder wenn Stefan seine zweite brauchte, eben keine zu haben. Der Entschluss, eine Kamera zu kaufen fiel, als ich die günstigen Preise im Internet bei CameraSky fand. In Deutschland kostet die SonyAlpha65 mit einem Objektiv ca 1000 Euro. Bei CameraSky gab es ein Angebot für 865 Dollar( ca 600Euro) mit zwei Objektiven und auch Stefan seine neue GoPro3 gab es hier für 200 Euro weniger. Na und wenn man schonmal am shoppen ist, kam auch für Stefans 5D endlich das 70-300 Zoom-Objektiv mit obendrauf, denn auch bei dem sparte man 500Euro. CameraSky hat ihren Sitz in Honkong und durch meinen Besitz der australischen Adresse bei MojoKnows, sollte das Paketerhalten wohl ein Einfaches sein. Nach der Bestellung , Registrierung und Bezahlung bei CameraSky erhielt ich eine E-Mail, dass meine Sachen schnellstmöglich verpackt und in ein paar Tagen vershippt werden. Wir bezahlten sogar extra Shippinggebühren, so dass unser Auftrag in ein zwei Tagen abgewickelt sein sollte. Am nächsten Tag riefen sie mich an und wollten nochmal die Angaben meiner Adresse überprüfen, da ich eine Postboxadresse angegeben hatte. Ich erklärte, dass ich keine andere Adresse hätte, ich durch Australien reise und dies ein Service ist und mir meine Pakete dann an den Ort geschickt werden, an dem ich mich aktuell aufhalte. Eine Mail und dieses Telefonat bestätigte, dass unsere Sachen vershippt wurden. Zwei Tage später erhielt ich wieder einen Anruf von CameraSky, sie wollten zwecks Überprüfung der Person, nochmal zusätzlich eine Passportkopie haben. Auch diese bekamen sie  per Mail zugeschickt.
Zwei Tage später schrieb ich dann eine E-Mail, wie denn mein derzeitiger Status der Bestellung sei, da mir immer noch keine Trackingsnummer zugesandt wurde. Sie antworteten, dass sie immer noch eine Passportkopie benötigten. Ich schickte ihnen die angeblich fehlenden Dokumente noch einmal, mit den Weiterleitungsemails, dass meine Ware angeblich schön längst vershippt sein sollte. Ich erwähnte dabei auch, dass wir extra Geld gezahlt haben, damit unsere Bestellung als wichtig abgearbeitet wird und dies sei nun aber schon über eine Woche her.
Nach diesem Telefonat gelang es uns sehr schlecht, überhaupt irgendwie einen von CameraSky zu erreichen. Auf E-Mails kamen keine Antworten mehr und ans Telefon ging auch nie einer.
Erst dann schauten wir im Internet nach Bewertungen von CameraSky und die, die in der letzten Zeit entstanden waren, beschrieben haargenau unsere Situation. Wir kamen ziemlich ins schwitzen, denn die meisten hatten ihre Ware bisher nicht erhalten, hatten allerdings genau wie wir, vorher bezahlt.
Als wir dann auf Fraser Island waren, riefen sie uns an und meinten, dass ein Paket auf meinen Namen angekommen sei. CameraSky hatte somit nur vergessen die E-Mail mit der Trackingsnummer zu versenden, die Ware aber war schon längst unterwegs gewesen.
In Bunderburg sollten wir die neuen Sachen nun endlich entgegennehmen, meine neue Sony Alpha 65 und Stefan sein neues 70-300L Objektiv( die GoPro gabs schon in Hervey Bay)

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Auf dem Weg nach Bunderburg sah man schon deutlich, dass man hier in ländliche Regionen kam. Die Palmen, Touristen und restaurierten Gebäude wichen und man sah jetzt viele Farmen, Felder und landwirtschaftliche Gebäude. Wir hatten das beide vorher noch nicht gesehen und waren teilweise echt erstaunt, über was für eine Fläche sich die einzelnen Plantagen erstreckten. Hier hielten wir in Childers an und wissen leider bis heute nicht, um was für eine Frucht es sich hier handelt. Hauptsächlich aber sollen in dieser Region Zuckerrohr und Avocados angebaut werden. Wir fuhren mit Django in eine Einfahrt zu einem Gehöft, an dem rechts und links dieses riesige Zuckerrohr stand. Den Zuckerrohr braucht Bundaburg natürlich für seine Rumdestillerie.

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Als wir in Bundaburg reinfuhren, fühlte ich mich wie in meiner Heimatstadt Eisenhüttenstadt. Breite Strassen, viel Industrie und alles hatte irgendwie diesen „Arbeiterlook“. Strange, denn in Bundaburg entschloss ich mich, das erste Mal aktiv nach Arbeit zu suchen. Mit meinem „work and travel“-Visa ist es mir erlaubt in Australien zu arbeiten, Stefan hat mit seinen über dreissig Jahren und Kind das normale Touristenvisa für 3 Monate und somit keine Arbeitserlaubnis erhalten. Bundaburg lag noch am Meer und somit hätte Stefan sich in der Zeit, in der ich dann arbeiten gewesen wäre, leichter beschäftigen können.

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Der Strandabschnitt, den wir fanden, ist beiweiten nicht so schön gewesen, wie in den anderen Städten, in denen wir vorher waren, aber es war sehr ruhig dort . Am Ende des Tages lief  ich noch den Fahrrad- und Turtleway, der wunderschön gebogen durch Wald und am Meer entlang verlief. Turtlezeit war hier leider grad nicht, aber man konnte diese Schlangen beim Paarungstanz beobachten.

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Am nächsten Morgen packte ich dann mein Hab und Gut, schnallte mir meinen Backpacker auf und liess mich von Stefan in der Stadt absetzen. Ich wollte die Hostels abklappern und mal fragen, wie es denn so mit der Arbeit vor Ort ausschaut und einen Blick auf die „Blackboards“ werfen, an den meist Stellenausschreibungen hängen sollen. In meinem Backpacker hatte ich eigentlich nur die wichtigsten Dinge; Klamotten, Kamera, Laptop und zwei Flaschen Getränke. Nach ca zehn Minuten mit diesem Rucksack durch die Stadt laufen, merkte ich erstmal, wie anstrengend das eigentlich ist.
Ich hielt erstmal beim Bäcker Brumbys, wo ich meinen absoluten australischen Favouritenkuchen entdeckte, Danish Lattice Blueberry. Und nicht nur das, die nette Bäckereifachverkäuferin gab mir schon meine erste Adresse, bei der ich nach Arbeit suchen könnte. Ich bedankte mich herzlich und wanderte erstmal weiter zu den Hostels, die ich am Tag zuvor schon ausfindig gemacht hatte.

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Das erste Hostel, was ich ansteuerte, war das Federal Backpackers. Ich musste an der Rezeption etwas warten, da der Besitzer grade telefonierte. Als er das Gespräch beendet hatte, fragte ich, ob er denn noch ein Zimmer bzw Bett für mich frei hätte. Das Hostel war aber derzeit belegt, ich müsste mich zwei drei Tage vor Einchecken melden. Meine nächste Frage war, ob er denn Arbeit vermitteln würde und er bestätigte dies. Auf meine weitere Frage, ob er mir denn so Adressen geben könnte, verneinte er. Die Farmer würden eben ihre bestimmte Anzahl an Arbeiter dem Hostel mitteilen und darauf hin schickt das Hostel die Arbeiter los. Wieviel Arbeit es gibt, wäre immer unterschiedlich, d.h. man kann sich nie sicher sein, wielange oder auch wieviele Stunden man am Tag Arbeit hat. Ich zog also weiter. Meinen Backpacker setzte ich in der ganzen Zeit nicht ab, aus Angst ihn mir danach nicht wieder auf den Rücken schnallen zu können.

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City Centre Backpackers war mein nächstes Ziel und lag zu meinem Glück auch direkt auf der anderen Strassenseite. An der Rezeption war keiner da und die Tür zu den Zimmern und auch zum Aufenthaltsraum mit dem blackboard war versperrt. Ein Bewohner des Hostels kam gerade zur Tür herrein und ich nutzte meine Chanche und stellte ihm einfach ein paar Fragen. Durch ihn erfuhr ich, dass er nur zwei Tage auf Arbeit warten musste, die Betten echt grenzwertig sind, er schon das Zimmer gewechselt hat, da in seinem ersten Bettbugs( Flöhe) waren und der Bus, der vom Hostel gestellt wird und der ihn zur Arbeit fährt nochmal 17 Dollar am Tag kostet. Er musste neue Pflanzen stecken und bekam für seine Arbeit 18 Dollar. Ausserdem meinte er noch, dass hier viele Chinesen sind, die schlecht englisch sprechen und dadurch schlecht Arbeit finden, das wäre für mich von Vorteil, denn ich würde gut englisch sprechen. Oh, ich war sehr überrascht und natürlich sehr erfreut darüber.

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Zur gleichen Zeit kam dann auch der Hostelmanager, der uns nicht gerade freundlich anschaute und der junge Mann verabschiedete sich auch sofort von mir und meinte abschliessend, ich könnte das am besten alles den Chef fragen.
Das tat ich auch. Ich erfragte als erstes, ob er denn noch ein Bett für mich frei hätte. Hatte er und für eine Woche, die ich hätte mindestens buchen müssen, sollte ich fast 200 Dollar für ein 8-Bettzimmer zahlen. Als ich ihn nach Arbeit fragte, schaute er auf diverse Zettel und sagte, ja, für morgen suche die Footballmannschaft noch vier europäische Damen zum catering. Ob der Job denn für mich sicher wäre, war meine weitere Frage und er wurde langsam böse. Ich erklärte ihm dann, dass ich in einem Campervan wohne und kein Zimmer brauche, sondern die Arbeit. Für ihn war das Gespräch dann beendet und ich verliess das Hostel. Ich ging hinterm Hostel vorbei und konnte hier die Workingbusse, die Zimmereingänge und die Arbeitsschuhe entdecken.

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Ich lief die Strasse weiter und wollte mir ein ruhiges Plätzchen suchen, an dem ich erstmal eine rauchen und meinen Backpacker abstellen konnte, als mich ein Mann aus dem Auto aus ansprach. Er fragte relativ schnell, ob ich deutsch bin, er hätte es wohl an meinen Armbändern erkannt und an meinen braunen Rucksack?! Ich erzählte ihm kurz meine Hostelgeschichte und dass ich nach Arbeit suchen würde und auch von ihm bekam ich schnell eine Adresse von einem Freund, der eine Erdbeerfarm hätte. Wir talkten noch eine Weile denglisch, bis ich mich dann verabschiedete und mich endlich auf einer Parkbank niederliess und meinen Backpacker absetzte. Ich denke ich war mit allem vielleicht zwei Stunden unterwegs gewesen, mein Rücken war komplett nass geschwitzt und mir tat echt alles weh. Ich telefonierte noch mit der Harvestzentrale, liess mir die Nummer, von der Arbeitsvermittlung in Bunderburg geben und checkte die Adresse von der Bäckereifachfrau. Irgendwie war alles nicht so prickelnd und ich wartete erstmal ab, was Stefan zu berichten hätte und was sich bei ihm so egeben hätte.

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Stefan: Wärend sich Regina also mit Backpacker und Sack und Pack um Arbeit bemühte, plante ich meine weitere Reise. Da ich wegen meinem Tourivisum nicht arbeiten konnte und vorallem nicht wollte, sollten sich die Wege hier also demnächst trennen.
In den verschiedenen Tourenshops bzw. Reisebüros erkundigte ich mich nach Tauchtrips und Segelausflügen. Von Lady Mustgrave Island hatte ich vorher schon viel Gutes gehört. Im südlichen Ausläufer des Great Barrier Reefs gelegen gibt es dort wunderbare Tauchspots. Auf der Insel wären 2 Übernachtungen, das Essen und mehrere Tauchgänge drin gewesen. Über Reisebiene hätte man das ganze für 400$ buchen können, vor Ort im Reisebüro kostete es 200$ mehr?!?!

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Da ja aber noch nicht feststand, ob Regina jetzt eine Arbeit findet, oder in ein Hostel einchecken muss, buchte ich erstmal nichts, sondern machte mich auf den Weg in die Bundaberg Destillerie. Wer schonmal in Australien war, wird den „Bundy“ kennen. Gerne mit Cola getrunken ist das ein sehr leckerer Rum, der sehr smoothy ist. Seitdem wir von Kiiiieth und Niiiiiiiels den Tip bekommen haben, trinken wir eigentlich nichts anderes mehr. Und da wir schon die eine oder andere Pulle davon hier getrunken haben, wollte ich natürlich auch sehen, wo das Zeug herkommt. Leider durfte man wegen Feuergefahr (wasn fürn Quatsch) keine Kameras oder Handys mit in die Anlage nehmen. Sogar Autoschlüssel mit Batterie musste man abgeben. Die Führung war echt interessant, so erfuhr man eine Menge über den Rum und seine Geschichte. z.b. wurde erzählt, warum der Alkohol in Australien so krass teuer ist, denn die Regierung erhebt 66,6% Steuern.

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Da für uns beide Bundaburg nur Alternativmöglichkeiten bat, entschieden wir dann, dass Bunderburg irgendwie nicht so die Stadt zum stayen wäre und und wir erstmal gemeinsam Richtung Norden weiterfahren. Es war mal wieder Wochenende und zum Arbeit suchen sowieso etwas schwieriger auf den Farmen. Unser nächstes Ziel hiess Agnes Water, denn hier gab es die letzte Möglichkeit zum surfen und die wollten wir nach unserem Surfkurs nun ohne Lehrer nutzen.

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Wir fuhren diesmal viel im Dunkeln, mussten aber stoppen, weil unsere Ölwarnlampe immer öfter blinkte. Daraufhin hielten wir an einer total grusligen Tankstelle, in der komische Leute waren und wo alles irgendwie quietschte und klapperte, so wie man es aus den Horrorfilmen kennt. Durch den heissen Motor ließ sich der Öltank von Django nicht öffnen und wir machten uns mit 50kmH wieder auf den Weg. Als die Ölwarnlampe dann schon bei 30kmH kam, beschlossen wir, einfach abseits der Strasse zu schlafen, nicht unweit von der netten Tankstelle zuvor entfernt. Wir fuhren durch ein Waldstück, an dem schlecht zu lesende Schilder an komischen Zäunen hingen. An der Strasse lagen überall tote Kängeruhs.Wir überquerten sogar noch eine Bahngleise, weil wir dachten, der Wald würde am Ende schon wieder heller werden und fuhren durch eine Art Schrottanlage. „Ich weiss was du letzten Winter getan hast“ – Teil 2.
In dieser kurzen Zeit sahen wir so viele Tiere: ein Frosch passierte die Strasse, drei Kängeruhs hüpften drüber, ein Hase hoppelte vorbei und als wir endlich einen geeigneten Schlafplatz fanden, lag dieser nette Körper neben uns. Wir stiegen beide nur noch kurz für einen schnellen Toilettengang aus, schickten unseren Freunden den Standort, falls man nichts mehr von uns hören würde und kuschelten uns tief in unsere Decken.

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No worries 😀

 

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Noosa – Wo gehts denn hier zum Surfen

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Nachdem wir zurück von Fraser Island wieder im Lazy Acres Caravan Park eingecheckt hatten, wussten wir erstmal nicht so recht, wie es weiter gehen soll. Die von uns in Honkong bestellten Kamerasachen waren mittlerweile bei MojoKnows angekommen und wurden weiter an das Postamt von Bunderberg geschickt. (unserer Postanschrift in Australien, die uns die Sachen hinterher schicken). Leider dauert so ein Versand ca. eine Woche. Also hatten wir eine Woche Zeit bis wir in Bunderberg sein mussten.
Da wir es in den vier Wochen Australien bis jetzt noch nicht geschafft hatten surfen zu lernen, beschlossen wir, das als nächstes in Angriff zu nehmen. Leider mussten wir feststellen, dass es keinen schönen Surfspot mehr nördlich von Hervey Bay gibt, da hier so langsam das Great Barrier Riff anfängt und so kaum noch surfbare Wellen an den Stränden ankommen. Eine kurze Suche auf Google spuckte dann Noosa bzw. Noosa Heads als geeigneten Surfspot aus. Der war am wenigsten weit von uns entfernt, aber leider 160km in die „falsche Richtung“, nach unten. Aber wir hatten ja Zeit. 🙂

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Noosa Heads im Noosa National Park ist wunderschön gelegen zwischen den Everglades und dem Meer. Von unterwegs hatten wir uns schon eine SurfSchool rausgesucht. www.learntosurfnoosa.com.au sollte es werden. Wir sind also direkt an den Strand gefahren und haben die Surfschule gesucht, die allerdings gar nicht so leicht zu finden war, denn mehr als einen Autoanhänger auf einem Parkplatz hatten die Jungs nicht. Wir hatten vorher schon mit dem Surfweltmeister Maverik, dem die Schule gehört, telefoniert und uns schlau gemacht. Zufällig trafen wir dann Stephan, einen Franzosen, der für Maverik arbeitet an dem Anhänger und verabredeten uns für den nächsten Tag um 9 Uhr. Der Kurs sollte 2 Stunden dauern und 60$ kosten. Nicht das günstigste, aber verglichen mit den überteuerten Preisen in Surfers Paradise ganz ok.

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Den Abend vorher verbrachten wir angelnd an einer Meeresbucht bei einem herrlichen Sonnenuntergang, untermalt von einem Gitarre spielendem und dabei noch sehr passabel singendem Italiener und seiner bauchtanzenden Freundin.

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Das Angeln war wegen der starken Strömung und der vielen Felsen mal wieder nicht sehr erfolgreich, so dass ich lieber mit der Kamera unterwegs war und den tollen Sternen Himmel festgehalten habe.

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Wir sind früh aufgestanden um pünktlich am Strand zu sein, wo uns Stephan schon in Empfang nahm, um uns unsere Wetsuites zu geben. Die Surfstunde wurde aber nicht von ihm betreut, sondern von Ben, einem waschechten Australier. Bei Ben fühlte man sich gleich gut aufgehoben, denn in der Vorstellungsrunde, sagte er zu jedem was persönliches und abschliessend „its really good to have U in our group“. In unserer Gruppe waren noch ein (echt stranges) Mädel aus Deutschland und ein ca. 12 Jahre alter Junge. Also perfekt, da Ben genügend Zeit hätte, sich mit jedem einzelnen zu beschäftigen. Am Tag zuvor waren es wohl fünfzehn Leute in einer Gruppe, das wäre schon ziemlich chaotisch geworden. Snowboarder sollen aufgrund der ähnlichen Körperbewegungen- und haltung einige Vorteile haben. Na das werden wir ja noch sehen.

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Mit den Surfboards unterm Arm ging es runter zum Strand, wo Ben uns erstmal ein wenig Theorie verdeutlicht hat. z.b. sollten wir immer im flachen Wasser surfen, also die Stelle im Wasser, wo sich die Wellen brechen und nie ins dunkle „Blue water“, weil dort die Strömung (rip) zu stark sein kann. Sollte uns die rip erwischen, nie versuchen dagegen anzuschwimmen, man würde unnötige Kraft und Energie verschenken. Ruhe bewahren und immer mit der Strömung versuchen wieder ins flache Wasser zu kommen.
Dann ging es ans Eingemachte: Wie liegt man richtig auf dem Brett, wie sollten die Arme angewinkelt werden, und welchen Bewegungsablauf gibt es zu beachten, damit man aufstehen kann und dabei noch Kontrolle über sein Brett hat. Was bei den Surfern auf dem Wasser so leicht aussieht, ist vom Bewegungsablauf dann doch gar nicht so einfach und brauchte dann doch etwas Übung, damit die Bewegungen saßen. Nach ein paar Trockenübungen an Land ging es dann endlich ins Wasser, was auch mit (kurzem) Wetsuite noch recht frisch war. Wir gingen soweit rein, bis uns das Wasser bis zum Bauch ging. Danach sollten wir uns auf das Brett legen, so wie Ben es uns gezeigt hat. Er richtete das Brett dann in Richtung Strand und gab uns den nötigen Schwung in Richtung Strand.

„Regina, do U want to be the first?!“ Logo! Und scheinbar war Ben ein guter Lehrer, denn Regina stand gleich bei ihrer ersten Welle und konnte sich fast bist zum Strand auf dem Brett halten. Mir gelang das dann auch bei der zweiten Welle. Das schnelle Erfolgserlebnis motivierte natürlich! Leider waren die Wellen an diesem Tag nicht so toll, so dass wir immer mehrere Minuten auf eine vielversprechende Welle warten mussten, nur um dann doch wieder festzustellen, dass die Welle nicht groß genug war. Die zweite praktische Lektion war das eigenständige anpaddeln der Wellen. Dabei sollten wir uns, mit dem Rücken zum Strand auf das Board setzen und immer auf die Wellen schauen. Wenn dann eine Welle kommt, schnell in Richtung Strand drehen, richtig aufs Brett legen und max zehn Mal mit den Armen paddeln um die richtige Geschwindigkeit zu bekommen, um dann im richtigen Moment schnell aufstehen. Dabei richtig auf dem Brett stehen, immer auf den Strand fokussiert und dabei noch das Gleichgewicht halten. Sieht auf jeden Fall einfacher aus, als es in Wirklichkeit ist, gerade wenn die Wellen eben nicht optimal waren.

Fazit nach 2 Stunden surfen: Wenn man auf der Welle steht und sie ein Stück weit „reiten“ kann, macht es echt Spass. Aber das ganze drum rum, ewig auf passende Wellen warten, wieder rauspaddeln und wieder warten nimmt einem am Anfang ein wenig den Spass daran. Zumindest wenn man vom Snowboarden kommt. Selbst als Anfänger hat man einen besseren Flow, weil man nicht auf den Berg warten muss und der Weg runter eben meist länger ist, als der Weg hoch. Als Anfänger beim surfen hat man mehr Aufwand und Zeit im Warten und Vorbereiten, als am eigentlichen surfen. Natürlich kennen die Australier größtenteils keinen Schnee, daher ist für sehr viele Australier das Surfen Nationalsport und eine Art Lebenseinstellung. An der Gold Coast dreht sich eigentlich alles ums Surfen. Nicht selten sieht man morgens oder Mittags an den Stränden Leute, die ihren Anzug und Krawatte schnell für ein paar Wellen gegen einen Wetsuite tauschen.

Regina: NossaHeads ist ein perfekter Anfängersurfspot, das Wasser ist sehr flach und die Wellen kommen langsam und gleichmässig. Durch mein leichtes Körpergewicht konnten mich die Wellen natürlich viel besser und länger tragen und ich hatte mehrere Gelegenheiten, auch wirklich mal ein paar Wellen zu reiten. Ben sah das wohl auch und meinte zu mir: „Regina, i want that u cross this wave!“ Ich legte mich aufs Brett, er gab mir den benötigten Schwung in der Welle und schob mich diesmal nicht gerade, sondern rechts die „Welle rauf“. Das war echt cool, denn ich war richtig schnell und konnte mich auf der Welle bewegen. Leider kam mir ein anderes Mädel entgegen und ich musste einen drop-off machen, da wir sonst zusammengekracht wären. Für uns war es eine nette Erfahrung, aber so richtig ist der Funke nicht übergesprungen. Leider war es in anderen Städten, wo wir vorher waren, wie Byron Bay oder Tweed Heads noch zu kalt, um dort mit dem surfen anzufangen. Evtl. hätten wir bei besserem Wetter bzw. besseren Wellen noch mehr Spass gehabt und wären auch für länger dabei geblieben, denn surfen bedarf definitiv Übung.

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Da das Surfen echt hungrig gemacht hat, sollte es heute mal ein richtig Deutsches Essen geben: Klöpse, Kartoffeln und Grüne Bonen. Wir bauten unsere kleine Gaskocherküche direkt auf dem Parkplatz am Strand auf und wollten gerade die Mehlschwitze für die grünen Bohnen ansetzen, als uns das Gas ausging. Verdammt, und das auf einem Sonntag, so dass wir keine neue Gasflasche kaufen konnten. Zum Glück gibt es in Australien überall freie BBQ Platten, auf denen wir weiter kochen wollten. Leider waren die nächstgelegenen Parks schon alle belegt, so dass wir mit unseren Kartoffeln unter der Bettdecke und den grünen Bohnen auf dem Schoß zum Strand gefahren sind und dort unter Palmen und strahlender Sonne endlich unser Essen an der Start zu bekommen. Sehr skurile Situation so ein deutsches Essen unter Palmen zu kochen, aber geschmeckts hats trotzdem!

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Den Abend sind wir ein den Lake Weyba gefahren und haben dort ein sehr idyllisches Flecken Erde gefunden. Der See war die ersten hundert Meter nur weniger Zentimeter tief, so dass man leider nicht angeln konnte. Dafür war die Natur um so schöner. So eine krasse Geräusch Kulisse von den in den Bäumen lebenden Vögeln hatten wir bis jetzt noch nie! In der Nacht war es sogar noch lauter und teilweise auch ein wenig creepy.

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Leider fühlte sich Regina gar nicht so gut und wurde in der Nacht krank, so dass wir beschlossen erstmal in ein Motel zu ziehen. Vorher noch schnell Suppengrün und ein Suppenhun gekauft und eine kräftigende Hühnerbrühe gekocht. Das Motel war mehr eine richtige Wohnung, mit großem Wohnzimmer, inkl Küche und eigener Waschmaschiene. Die Besitzerin Jil war super nett und hat uns Abends sogar nocht auf nen Bier eingeladen.

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Während sich die Frau im Bett auskurrierte, habe ich ein wenig den traumhaften Nationalpark von Noosa erkundet. Hier saßen auf dem Wanderweg zum ersten Mal wilde Koalas in den Bäumen und mampften ihre Eukalypthus Blätter. Schon niedliche Tiere! Den folgenden Tag ging es Regina dank selbstgemachter Nudelsuppe schon besser, so dass wir die angedachte Everglades Tour doch noch machen konnten.

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Bei NoosaEvergladesDiscovery konnte man eine BarB-Canoe-Tour buchen. Eine Mischung aus geführter Tour und Kanu fahren. Die erste Stunde wurden wir mit einem recht schnellem Motorboot von Noosa Heads in die Everglades gefahren. Unser Neuseeländischer Guide war echt witzig und hat eine Menge zu der Gegend und der einheimischen Flora und Fauna erklärt. Sehr interessant war, dass der TeaTree, der hier direkt an am Wasser wächst einen Stoff ins Wasser ablässt, der das Wasser fast unrealistisch spiegeln lässt. Sogar Wassertropfen die ins Wasser fallen perlen erstmal auf der Oberfläche ab. Nach ca. einer Stunde mit dem Motorboot hatten wir einen kleinen Anleger erreicht, von dem wir in die Kanus umgestiegen sind. Vorher gab es noch „ganz britisch – australisch“ Coffe, Tea und Kuchen.

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Die Kanu Tour war echt ein Traum. Bis auf die zwei anderen Kanus (die wir schnell hinter uns gelassen hatten) und einem kleinem Zeltplatz sah man die knapp 1 1/2 Stunden keinen Menschen. Nur unberührte Natur, spiegelndes Wasser und eine der artenreichsten Everglades in Australien. Eine sehr hohe Prozentzahl aller in Australien lebenden Vogelarten sind in den Everglades zuhause.

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Unser Guide ist mit seinem Motorboot an den vereinbarten Treffpunkt vorgefahren und hat schonmal den Grill angeworfen, so dass wir pünktlich zum BBQ angekommen sind. Es gab super lecker Porterhouse Rumpsteak, Barramundi Filet und eine bunte Mischung aus Salaten. Dies wusste auch ein ca. 1 Meter großer Waran, der ständig um den Grill rumschlich und sich auch nicht vertreiben ließ, zu schätzen. Unser Guide meinte, dass die zwar nicht giftig sind, aber sehr viele Bakterien in sich haben und die beim beissen übertragen werden und sich das dann sehr stark entzündet. Nach dem Essen ging es im Kanu wieder zurück bis zu dem Anleger und von dort aus mit dem Motorboot weiter.

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Fazit BB-Canue: Eine super Mischung aus geführter Tour (von denen wir eigentlich kein Freund sind) und körperlicher Anstrengung beim Kanu fahren. Eine traumhafte Umgebung, super schöner Natur und freundlichen Menschen. Tolle Mischung und absolut empfehlenswert!
Hier unsere Runtasticaufzeichnung der Kanustrecke

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Also NoosaHeads ist definitiv ein Stop wert und wir sind auch froh, die 150km nochmal zurückgefahren zu sein, denn wir hätten echt was schönes verpasst.

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